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Fahrradfreundliche Umgestaltung der Straßen

verfasst von: redaktion am
Politik 
Modell der „Kölner Ringe“ in die Stadt Neuss übertragen

Neuss. Nach der Umsetzung der ersten Fahrradstraßen in der Stadt Neuss nimmt die Kooperation aus SPD, Grünen und UWG/Aktiv das nächste große Projekt für eine umweltfreundliche Mobilitätswende in Angriff. Die Stadt Neuss soll prüfen, welche weiteren Straßen ein hohes Potenzial für den Radverkehr haben und nach dem Vorbild der „Kölner Ringe“ umgestaltet werden können. „Zielsetzung soll es sein, auf Straßen mit mehreren Autofahrspuren eine dieser Fahrspuren in einen breiten Radfahrstreifen umzuwandeln“, erklärt Juliana Conti als mobilitätspolitische Sprecherin der SPD Neuss.

Die „Kölner Ringe“ als Vorbild für Neuss
Der Stadtrat hat sich in dem neuen Mobilitätsentwicklungskonzept einstimmig das Ziel gesetzt, den Radverkehr in der Stadt Neuss zukünftig durch geeignete Maßnahmen deutlich stärker zu fördern. „Das wird perspektivisch nur gelingen, wenn man über eine gerechtere Nutzung der Verkehrsflächen hinaus auch bereit ist, dem Radverkehr mehr Entfaltungsmöglichkeiten zu geben“, erklärt Dr. Andrea Wilhaus als mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen. In der Stadt Köln wurde zur Stärkung des Radverkehrs vor einiger Zeit eine mehrere Kilometer lange und bislang stark befahrene Straße mit mehreren Autofahrspuren fahrradfreundlich umgestaltet. Eine der bisherigen Autofahrspuren ist nun ein 2,50 Meter breiter Radfahrstreifen.

Verwaltung soll mögliche geeignete Straßen prüfen
„Die umgesetzten Maßnahmen haben dazu geführt, dass die neugeschaffene Radverkehrsachse mittlerweile eine der am stärksten von Radfahrerinnen und Radfahrern genutzte Verbindung ist“, erklärt Bayram Öz als stellvertretender Fraktionsvorsitzender von UWG/Aktiv. Und zwar ohne, dass es zu einem von Kritikerinnen und Kritikern befürchteten Verkehrskollaps oder Staus gekommen ist. Die Stadtverwaltung soll nach dem Vorschlag von SPD, Grünen und UWG/Aktiv bis zum Ende des ersten Quartals 2023 prüfen, welche Straßen sich für eine Umgestaltung eignen würden.

Erweiterung der Arbeit am „hierarchischen Radnetz“
Die Kooperation sieht ihren Antrag als eine wichtige Ergänzung zum Mobilitätsentwicklungskonzept. Denn die Stadtverwaltung arbeitet aktuell an einem „hierarchischen Radnetz“ und prüft hierbei, welche Straßen in der Stadt Neuss eine wichtige Bedeutung für den Radverkehr haben und wo Lücken im Radwegenetz geschlossen werden müssen. „Wir wollen mit unserem Antrag sicherstellen, dass auch weitere mutige und innovative Lösungen mitgedacht werden“, erklärt Juliana Conti. Das gesamtstädtische Leitziel einer klimaneutralen Stadt bis zum Jahre 2035 werde man nur erreichen, wenn man nach den Diskussionen um die ersten Fahrradstraßen weitere Schritte zur Stärkung des Radverkehrs in die Umsetzung bringt.

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